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"Olympia ist bei mir jeden Tag präsent"

190 Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Pyoengchang spricht Janine über Schmerzen, Trainings-Alltag, Perfektion und den Traum von einer Olympia-Medaille.

Du bist in die Saisonvorbereitung mit „Verspätung“ eingestiegen. Warum?
Janine: Gegen Ende der letzten Saison war mein Körper eine einzige Baustelle: Massive Rückenprobleme, Beckenschiefstand im großen Ausmaß, Schienbeinkantensyndrom und ein müder Geist. Mir war klar, dass ich mich zuerst physisch und psychisch in Balance bringen muss, bevor ich an eine neue, zielführende Saison-Vorbereitung denken kann. Mit Unterstützung von guten Therapeuten habe ich mir die Zeit genommen den Dingen auf den Grund zu gehen, die Schmerzquellen zu lokalisieren, die Auslöser zu finden, um am Ende die richtige Behandlung zur Heilung zu finden. Es war die richtige Entscheidung. Ich bin zwar etwas später, dafür aber schmerzfrei und mit einem guten Gefühl in die neue Saison gestartet.

Bis zum ersten Weltcup-Rennen, am 9. November 2017 in Lake Placid, sind es noch knapp drei Monate. Wie schaut momentan dein (Trainings-)Alltag aus?
Mein Trainingsmittelpunkt ist im Olympiazentrum Tirol. Dort finde ich alles was ich brauche. Mit meinem Athletik-Coach Carson Patterson mache ich das gesamte Aufbautraining, mit starkem Fokus auf die allgemeine körperliche Stabilität. Mit Nationaltrainer Michael Grünberger absolviere ich Start- und Techniktraining. Vom 20. bis 23. Juli waren wir am Königssee. Es war cool die Startschuhe anzuziehen und wieder am Eis zu stehen. Im Vergleich zum letzten Jahr bzw. zu den vergangenen Weltcup-Rennen stehe ich schon besser neben dem Schlitten und bin zackiger im Kopf. Die Startzeiten sprechen für sich. Es ist ein befreiendes Gefühl schmerzfrei zu sein und es macht Freude seine Leistung Schritt für Schritt zu verbessern. Ende August geht's zum zweiten Eistraining am Königssee.

Stichwort Olympia. Wie oft denkst du in der Vorbereitung an Pyeongchang 2018?
Olympia ist bei mir jeden Tag präsent. Der Gedanke daran löst Aufregung, Freude und 100-prozentige Fokussierung aus. Für mich sind Olympische Spiele aufgrund ihrer langen Tradition etwas ganz Besonderes. Es ist kein Rennen wie jedes andere. Ich sehe es als große Ehre und Auszeichnung, wenn man dort performen darf. Um in Pyeongchang konkurrenzfähig zu sein, steht Professionalität und Perfektion bei mir an erster Stelle: Perfektion im Training, beim Material und im Umfeld. Das hört sich anstrengend an, ist es auch. Der Traum von einer Olympia-Medaille ist aber der größte Antrieb für die tägliche Arbeit. Für mich wäre es das Schlimmste, wenn ich in einem Jahr sagen muss: Hätte ich doch eine Trainingseinheit mehr gemacht, hätte ich doch eine Kufe mehr getestet, hätte ich doch …  

Welche Bereiche hast du in deinem Alltag optimiert und wie hast du dich als Athletin verändert?
Ich bin als Athletin und Mensch gereift. Dinge und Personen, die mich berühren, bekommen meine volle Aufmerksamkeit, alles andere versuche ich auszublenden, um keine unnötige Energie zu verschwenden. Ich sage ja zu dem, wo ich das Gefühl habe, es bringt mich weiter und nein zu allem, was mich bremst. Das ist nicht immer easy, aber ich habe gelernt, dass man in manchen Situationen die Ellbogen ausfahren und die Dinge klar beim Namen nennen muss, um erfolgreich zu sein. Und ich höre noch viel besser auf die Signale meines Körpers. Ich habe zum Beispiel herausgefunden, dass Yoga und Pilates nicht nur zur Verletzungsprophylaxe dienen, sondern mir auch viel Ruhe und Entspannung bringen. Auch mein Ernährungsverhalten habe ich optimiert. Es ist zwar zeitaufwendiger, die Mahlzeiten immer frisch und selbst zuzubereiten, aber auch mega interessant, sich mit den unterschiedlichsten Lebensmitteln, Gewürzen und Kräutern zu beschäftigen. Beim Trainingskurs am Königssee hat unser Team jeden Tag gemeinsam gekocht.



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