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Road to Pyeongchang: Das Streben nach Perfektion!

Nach einem dreiwöchigen Adventure Urlaub auf Hawaii beginnen die Vorbereitungen auf die Olympia-Saison jetzt. Janine im großen ÖOC-Talk!

Skeleton-Pilotin Janine Flock ist zu einer selbstbewussten Athletin gereift, die zu ihrem Umfeld nicht mehr ja sagt, wenn sie nein meint. Sie hat ihre Lehre aus Sotschi 2014 gezogen. Die Vize-Weltmeisterin und zweifache Europameisterin aus Tirol hat ein Ziel: Sie will eine Medaille in Pyeongchang 2018 gewinnen. Dafür arbeitet sie jeden Tag hart und präzise.

ÖOC: Welche Erfahrungen nimmst du aus Sotschi 2014 nach Pyeongchang 2018 mit?
In Sotschi habe ich zum ersten Mal begriffen, wie groß Olympia überhaupt ist. Schon bei meiner Anreise ist alles anders gekommen, als geplant. Da war die Sache mit dem Drohbrief, wo plötzlich alle auf mich geschaut haben. Für mich war so viel mediale und öffentliche Aufmerksamkeit eine total ungewohnte Situation. Ich war ziemlich überfordert und habe meinen Fokus verloren.

ÖOC: Was machst du in Pyeongchang anders, um dein System zielsicher hochzufahren, selbst wenn wieder unerwartete Situationen eintreten?
Ich bin als Athletin und Mensch gereift. Dinge und Personen, die mich berühren, bekommen meine volle Aufmerksamkeit, alles andere versuche ich auszublenden, um keine unnötige Energie zu verschwenden. Ich sage ja zu dem, wo ich das Gefühl habe, es bringt mich weiter und nein zu allem, was mich bremst. Das ist nicht immer easy, aber ich habe gelernt, dass man in manchen Situationen die Ellbogen ausfahren und die Dinge klar beim Namen nennen muss, um erfolgreich zu sein.

ÖOC: Was wäre deine Lieblings-Schlagzeile in Pyeongchang 2018?
Janine Flock gewinnt Gold im Skeleton!

ÖOC: Wie schaut dein Weg nach Südkorea aus und was treibt dich an?
Olympia ist bei mir jeden Tag präsent. Der Gedanke daran löst Aufregung, Freude und 100-prozentige Fokussierung aus. Für mich sind Olympische Spiele aufgrund ihrer langen Tradition etwas ganz Besonderes. Es ist kein Rennen wie jedes andere. Ich sehe es als große Ehre und Auszeichnung, wenn man dort performen darf. Um in Pyeongchang konkurrenzfähig zu sein, steht Perfektion bei mir an erster Stelle: Perfektion im Training, beim Material und im Umfeld. Das hört sich anstrengend an, ist es auch. Der Traum von einer Olympia-Medaille ist aber der größte Antrieb für die tägliche Schinderei. Für mich wäre es das Schlimmste, wenn ich in einem Jahr sagen muss: Hätte ich doch eine Trainingseinheit mehr gemacht, hätte ich doch eine Kufe mehr getestet, hätte ich doch …  

ÖOC: Wo absolvierst du deine Olympia-Vorbereitung?
Mein Trainingsmittelpunkt ist im Olympiazentrum Tirol. Dort finde ich alles was ich brauche. Ich bin sehr heimatverbunden und ich genieße es im eigenen Bett zu schlafen. Meine Familie, Freunde und Tirol sind in der Olympiavorbereitungsphase wichtige Energie- und Kraftquellen. Ich hoffe, dass meine Eltern nach Pyeongchang kommen und mein Olympia-Rennen live sehen.

ÖOC: Welchen Eindruck und Erfahrungswerte nimmst du vom Olympia-Testevent in Pyeongchang mit?
Mir taugt es in Südkorea und ich finde die Olympia-Anlage total lässig. Die Bahn zeichnet sich durch eine interessante Charakteristik aus. In einigen Passagen ist Millimeterarbeit gefragt. Der Schlitten kommt sofort ins Rutschen, wenn die Position am Gerät oder die Körperspannung nicht perfekt sind. Es gibt viele offene Kurven und in einigen Passagen hat man das Gefühl schwerelos zu sein. Es ist ein bisschen wie Fliegen. Das coole an neuen Anlagen ist, dass jede Pilotin bei null anfängt. Wenn ich eine Bahn neu erarbeite, dann gehe ich immer vom Worst-Case-Szenario aus. Ich habe einen Plan A, B und C im Kopf, um bei unerwarteten Situationen nicht ratlos und überrascht zu sein. Was mir beim Test-Event auch gefallen hat waren die südkoreanischen Fans. Sie haben eine große Show abgezogen und jede Sportlerin gefeiert.

ÖOC: Kannst du schon ein paar Wörter auf Koreanisch?
Ja! Es ist eine interessante Sprache und ich finde es höflich, wenn man in einem fremden Land zumindest die wichtigsten Wörter wie Bitte, Danke, Hallo usw. sagen kann.

ÖOC: Hast du auch schon ein Lieblingsgericht?
Ramen und Gogigui, ein koreanisches Barbecue. Die Ramen sind scharfe Nudelsuppen mit vielen frischen Zutaten drinnen. Im Winter sind sie ein Hit.

ÖOC: Wie entscheidend ist das Material in deinem Sport?
Genauso wichtig wie Talent, Wille und Umfeld. Das Gesamtpaket macht den Erfolg aus. Für Pyeongchang habe ich mein Material schon grob eingrenzen können, aber es liegt noch viel Arbeit vor mir, um das perfekte Setup zu finden. Wie im Training ist Stillstand im Materialsektor der Anfang vom Schlechterwerden. Gemeinsam mit meinem Sponsor Rathgeber und meinem Freund Matthias investiere ich viel Zeit und Energie in Forschung und Entwicklung. Ich will vor Olympia nichts verschlafen

 

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